Zinsen: thesaurierend oder ausschüttend – Was ist besser?

Legt man Geldmittel für eine gewisse Zeit und zu einem fixen Zinssatz an, hat man bei manchen Anbietern die Möglichkeit, zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Zinsen zu wählen. Wo der genaue Unterschied zwischen diesen beiden Zinsmethoden liegt, und welche Methode die bessere ist, wissen viele Sparer nicht – Wir werfen einen Blick darauf.

Um die beiden Methoden veranschaulich gegenüberzustellen, gehen wir von folgendem Szenario aus: Sie möchten einen gewissen Betrag – etwa 10.000 Euro – als 3-jähriges Festgeld anlegen und bekommen dafür 1.10 % fixe Zinsen pro Jahr. Bei Abschluss Ihres Festgeldes, können Sie nun wählen, ob Sie ihre Zinsen am Ende jedes Jahres thesaurierend oder ausschüttend gutgeschrieben haben möchten.

Thesaurierende Zinsen

Thesaurierend bedeutet, die anfallenden Zinsen, die Ihnen zustehen, werden direkt und ohne Umwege wieder in Ihre Festgeldanlage investiert – also Ihrem ursprünglich veranlagten Festgeld von 10.000 Euro zugerechnet. Vorteil: Sie profitieren vom sogenannten Zinseszinseffekt und erhalten für die Folgejahre immer höhere Zinsen, da sich die Verzinsung jedes Mal von einem höheren Grundbetrag (ursprüngliche Anlagesumme plus Zinsen aus den Vorjahren) berechnet. Ein thesaurierendes Festgeld schüttet also während der Veranlagung keine Zinsen aus, sondern veranlagt und verzinst diese Jahr für Jahr weiter, um am Ende der Laufzeit die gesamte Anlagesumme inklusive Maximalzinsen gesammelt an den Sparer auszuschütten.

Ausschüttende Zinsen

Die zweite mögliche Zinsmethode, wird als ausschüttend bezeichnet. Im Gegensatz zu thesaurierenden Zinsen, werden ausschüttende Zinsen am Ende jedes Veranlagungsjahres – wie der Name bereits verrät- direkt an den Sparer ausgezahlt. Vorteil: Trotz einer fix vorgegebenen Laufzeit – wie etwa in unserem Beispiel 3 Jahre -, bekommen Sie die Ihnen zustehenden Zinsen bereits vorzeitig am Ende jedes Veranlagungsjahres gutgeschrieben. Ein ausschüttendes Festgeld veranlagt also Ihre Zinsen nicht neu, verzichtet auf den Zinseszinseffekt und zahlt diese stattdessen jährlich direkt an sie aus, damit Sie die Zinsen unmittelbar für Ihren Lebensunterhalt verwenden können.

Welche Variante ist die bessere?

Nun, diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Während die thesaurierende Methode – aufgrund des Zinseszinseffektes – insgesamt mehr Geld bringt, bietet die ausschüttende im Gegenzug höhere Flexibilität und stellt Ihnen bereits während der noch laufenden Veranlagung Ihre gewonnen Zinsen zur freien Verwendung zur Verfügung. Je nachdem, ob sie am Ende Ihrer Veranlagung den höchstmöglichen Betrag gesammelt ausbezahlt haben möchten, oder es vorziehen, Ihre Zinsen bereits innerhalb der Laufzeit regelmäßig gutgeschrieben zu bekommen, entscheiden Sie sich für eine der beiden Methoden.

Welche Wahl letztendlich für Sie persönlich die bessere ist, richtet sich also viel mehr nach Ihrem Sparziel und Ihren Vorlieben. Tipp: Planen Sie längerfristige Veranlagungen im Vorhinein und wählen Sie jene Zinsmethode, die am besten zu Ihnen passt!

Wissenswert: Je nach Ihren Bedürfnissen, können Sie bei uns Festgelder mit attraktiven Fixzinsen für 1,2 oder 3 Jahre anlegen – Die Wahl, ob Sie Ihre Zinserträge lieber thesaurierend oder ausschüttend erhalten möchten, überlassen wir selbstverständlich Ihnen! Interessiert? Alle Informationen zu unseren Festgeldangeboten können Sie bequem hier nachlesen.